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Pia lebt in Rio de Janeiro und kämpft täglich um das Überleben. Sie plant einen Coup, um an Geld zu kommen: sie wolle zusammen mit Jesus einen Drogendeal abpassen und das Geld, ganze 1 Millionen Rupien, an sich bringen. Jedoch geraten sie in eine Falle, die Hernandez ihnen gestellt hat, um sie ein für alle Mal loszuwerden. Auf der Flucht hilft ihnen ein seltsam unwirklich erscheinender Mann mit einem Schwert, der unter Einsatz seines Lebens ihr Entkommen ermöglichte. Jesus allerdings wird schwer verletzt, sodass Pia ihn zu einem Bekannten, Esteban, einem gutmütigen Gangsterboss, bringt. In dessen Haus dringen in der Nacht Barbaren ein, mit Fell bekleidet und mit Keulen bewaffnet. Wieder auf der Flucht rennt Pia in Begleitung von Alica, die Freundin von Esteban, über die Dächer, dicht gefolgt von den seltsamen Wilden. Doch wie zu Erwarten hält ein Dach ihrem Gewicht nicht stand, sodass sie durchbrechen. Doch anstatt in das darunter liegende Haus zu brechen, stürzen sie in eine Scheune, die ungefähr doppelt so groß ist wie das erwartete Gebäude. Diese Scheune gehört zu einem Gasthaus, und dieses Gasthaus wiederum gehört Brack. Brack nimmt sie seltsamerweise auf, obwohl sie doch völlig Fremde für ihn sind. Sonderbarerweise kann Pia ihren Namen nicht aussprechen, sondern nur den Namen „Gaylen". Später erfährt sie, dass der Name Gaylen der einer Elfe ist, die in der Vergangenheit für die Freiheit Weißwaldes, einer winterlichen Welt, in der das ganze Jahr Schnee liegt. Gaylen wurde getötet, und nach ihrem Tod wurde der Name verspottet, indem er das Wort „Hure" ersetzte. Da Pia allerdings gut zwei Köpfe größer ist als alle Weißwald-Bewohner und blonde Haare hat, entsteht mit der Zeit ein regelrechter „Gaylen"-Kult, in dessen Mittelpunkt sie steht. Das Gasthaus, sonst vollkommen leer, wird auf einmal brechend voll, sobald sie ihre Schicht beginnt. So geht das ca. zwei Wochen, bis eines Tages Hernandez auftaucht. Er sagt ihr, dass Brack sie nur bei sich behalten will, bis die königliche Garde eintrifft, um sie zu exekutieren. Nach einigen Tagen flieht sie und Alicia, doch wird ihre Flucht von Hernandez vereitelt. Es gelingt ihnen jedoch, mit Hilfe von Verbündeten, Anhängern des Gaylen- Kultes, zu fliehen. Doch als sie in den Wald rannten, werden ihre Gehilfen von der königlichen Garde getötet. Alica kann entkommen, doch Pia wird gefangen genommen. Sie wird einen abtrünnigen Elf, der vor hunderten von Jahren zu den Menschen übergelaufen ist. Sein Name ist Torman, und er ist der General der königlichen Garde. Jedoch verhindert Hernandez auch diese Art, sich seinem Einfluss zu entziehen: er versammelt alle Barbaren, Trolle und Orks, um die Garde zu zerschlagen und Pia endgültig gefangen zu nehmen. Obwohl Torman ganze Scharen von Orks mühelos tötet, trennt allein die schiere Übermacht ihn und Pia, was Pia endgültig ans Messer liefert. Hernandez nimmt sie gefangen, und die ganze Stadt wird vernichtet. Pia soll zu den Barbaren gebracht werden. Doch als dieser Plan in die Tat umgesetzt werden sollte, setzt Pia instinktiv ihre Kräfte ein, und landet wieder zu Hause in Rio de Janeiro. Elfenblut ist ein Fantasy- Roman vom Verlag Otherworld. Es fasst exakt 762 Seiten,752 wenn man die Buchvorstellung und die Danksagung abzieht. Es hat 34 Kapitel, die alle mindestens 18 Seiten haben. Diese Kapitel haben keine Überschriften, sie sind mit römischen Zahlen nummeriert. Es besitzt kein Inhaltsverzeichnis, in dem man die Kapitel nachschlagen kann. Die Besonderheit des Buches liegt darin, dass während des Geschehens mehrmals die Welten gewechselt werden, und zwar auf der Seite 66, auf Seite 74, auf Seite 139 und auf Seite 760. Beginnen tut es in Rio de Janeiro, dann wechselt das Geschehen nach Weißwald, wieder zurück, wieder nach Weißwald und wieder zurück. Der komplette Inhalt ist vollkommen frei erfunden. Wolfgang Hohlbein hat lediglich die Stadt Rio de Janeiro als Realitätsbezug ausgesucht, es hat allerdings keine tiefere Bedeutung, die mir bekannt wäre. Er besitzt keine Vorlieben für die Stadt, was ich als begeisterter Leser von zahlreichen Büchern, die er verfasst hat, bezeugen kann. Charakteristisch für seine Bücher ist, dass sie mitten im Geschehen, hier mitten in einem Gespräch, beginnen und meist mitten im Geschehen enden, hier die Rückkehr Pias in die eigene Welt.. Das alles lässt auf eine Kurzgeschichte hindeuten, doch für eine Kurzgeschichte sind 762 Seiten meiner Meinung nach zu lang. So kann ich die Textart dieses Buches nicht einstimmig zuordnen, es sei denn, „Roman" ist eine eigene Textart. Ich persönlich fand das Buch genial. Es hatte alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Tragik, Action, Fantasie, einen Hauch Romantik, sowie einen Hang zu unerwarteten Wendungen. Wolfgang Hohlbein beherrscht das Bücherschreiben perfekt; nicht nur bei diesem, auch bei seinen meisten anderen Werken. Ich lege euch dieses Buch wirklich ans Herz, wenn sie genau so ein Fan von Fantasy- Büchern sind wie ich. Ich empfehle das Buch vor allem der jugendlichen Gesellschaft, doch natürlich können auch Erwachsene dieses Buch lesen. „Elfenblut" ist ähnlich geschrieben wie „der Herr der Ringe", wird allerdings höchstwahrscheinlich nicht den gleichen Kultstatus erlangen wie letzteres. Es sollte auf jeden Fall eine Überlegung für Leute, die wie ich eingefleischte Fantasy-Fans sind, wenn nicht gar eine Summe von 19,99 Euro wert sein. Viel Spaß beim Lesen Florian Heyder, 15 Jahre Danke, für deinen ausführlichen Beitrag, Florian. Das Buch kann in der Bibliothek entliehen werden. Eva Frank
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